Engelsblick

Ich rannte fort, wollt nur weg von hier.Rannte schneller, begann zu weinen, versuchte zu verstehen.Ich rannte, wollte nur weg von hier.Es schmerzte, es tat weh, der Stich.Der Stich in meinem Herzen, in meiner Seele.Ich rannte immer schneller, wollte fliegen.

Ich blieb stehen.Wollte schreien.Doch ich brach zusammen, ich fiel, ich spürte keinen Schmerz mehr.Ich lag da, allein.Träne für Träne die meine Angst, meine Verzweiflung ausdrückte, lief über mein Gesicht.Ich wollte doch nur fliegen können.Ich wollt geliebt werden, egal vom wem.Doch ich blieb allein.Versuchte zu atmen, versuchte zu schlucken.Ich schmeckte Blut, Blut der Selbstzerstörung.Blut das die Qualen trägt.

Ich lag da.Mir wurde kalt, ich begann zu frieren.Meine Hände spürte ich nicht mehr.Ich wollte mich berühren, mich wärmen, doch ich konnte nicht.Es war zu schwer, ich war zu schwach.Ich konnte mich nicht mehr bewegen, mein Herz schlug langsamer.Meine Tränen wurden Eis.Ich wollte fliegen, doch man verwehrte es mir.Ich schloss langsam die Augen.Ich wollte weg, ich wollte sterben.

Es wurde kälter.Niemand sah mich, keiner wollte mir helfen.Ich war unsichtbar.Wurde ich doch zum Engel?Ein Engel der nur nicht fliegen konnte?Ich dachte nach.Ich dachte an die Lichtblicke in meinem Leben.Es war alles einfacher.Man verstand mich, man liebte mich.Doch jetzt, mir war kalt.Ich weinte.Ich wollte so vielen Menschen zeigen was sie mir bedeuten.Ich hab es nicht gemacht.Hörte man mich noch?Hörte man mich schreien?Sah man mich gehen?Wurde dieser Engel bemerkt?

Ich blickte auf.Wollte kämpfen, einfach nur zeigen, dass ich lebe.Ich wollte geliebt werden.

Ich lief auf eine Brücke.Mir war kalt.Ich blieb stehen und schaute ins Wasser.Ich sah ein Mädchen mit Flügeln.Ein Mädchen das geliebt wurde.

Ein Mädchen das nicht allein ist.

Ein Mädchen das lebt.

Das Mädchen war ein Engel.

Es lächelte.

Ich schloss die Augen.Ich weinte.Ich begann zu verstehen.Mein Traum hält mich gefangen.Ich wollte leben.

Ich öffnete die Augen.Ich sah das Mädchen vor mir.Ich wollte es berühren.Doch alles was ich berührte, war mein Spiegelbild.

Ich wurde geliebt.

Endlich.

Leises Kotzen
Die Stimme leise,
keine Regung mehr,
stehen und atmen
geht nur sehr sehr schwer.

Leeres Dasein
und leeres Herz,
schwere Knochen,
ein tiefer Schmerz.

Graue Haut
und zarte Rippen,
rotes Blut
auf meinen Lippen.
Gespucktes Leben
liegt vor meinen Füßen,
mit meinem Leben
wird ich bald büßen.

Fluss von Toten
Angst spürst du grad,
wenn du ihn siehst,
du zeigst dein Respekt
indem du niederkniest.

Dir wird ganz kalt,
du spürst dich nicht mehr,
du schreist und weinst,
doch deine Augen sind leer.

Deine Hilfe verblasst
und du verbrennst innerlich,
du schreist voller Hass,
doch man hört dich nicht.

Gewalt an Menschen
Ein Strick im Zimmer,
ein Messer im Schubfach,
eine Bombe im Auto,
eine Klinge im Bad.

Pulsadern zerschnitten,
Blut an der Wand,
 Gedärme verstreut,
Stille im Land.

Die Flecken getrocknet,
die Leichen verscharrt,
die Gedanken verflogen
und mein Atem erstarrt.

Mein KörperSüß und wunderschön,
kein Kummer und Leid,
kein Hass unter Menschen,
doch ICH bin nicht bereit.
Tolle Figur
und superschlank,
so will ich sein,
bin ich krank?

Traumhaftschön,
das bin ich nicht,
mein fetter Körper
versperrt mir die Sicht.
Mein Leben
ist nicht perfekt,
mein fettes Dasein
dafür wirklich echt.
 

Ich mag mich nicht,
ich halt nichts von mir,
sag es keinem,
ich vertrau nur dir.
Du siehst mich heut,
du siehst mich immer,
mein Leben wird nur immer schlimmer.

Große Größen, 

"S" ist zu viel                                                  
Magersucht das ist kein Spiel.
Ich bin es nicht,
bin nicht krank,
ich nehme nur ab,
dann bin ich schlank.

Es ist egal wie ich es tu,
übergeben oder nicht,
es ist nicht schlimm,
wenn man bricht.
Dann bin ich leer,
nehme nicht mehr zu,
der Grund bin ich,
warum ich es tu.
 
Bin ich hübsch,
dann bin ich schlank,
es ist nun klar,
ICH BIN DOCH KRANK!

Kinder

Ob klein ob groß,
ob schwarz ob weiß,
man muss sie lieben
und das ganz leis.

Noch klein und zart
und unberührt,
beschütz sie nun
vor anderen hier.

Sie sind die Zukunft
für jedermann,
glaub es mir
und denk daran.

Fantasie

Lass dich fallen

sonst spürst du sie nie,
deine bunte schöne
Fantasie.

Es gibt Geschichten
von ihm und dir,
schreib sie auf
und lass sie hier.
Die Fantasie
ist dein Gedicht,
in dunkler Nacht
ein helles Licht.

Der beste Freund
Menschen die für dich kämpfen,
sind Menschen die du brauchst,
Menschen die dich lieben,
sind Menschen denen du vertraust.

Menschen die dir die Hand reichen,
sind Menschen die dich kennen,
sie teilen mit dir Probleme
und werden niemals von dir rennen.

Menschen die dir ihr Herz schenken,
Menschen die für dich lachen,
sind Menschen die an dich glauben
und dich gleichzeitig bewachen.

Dass es so weit kommt,
dass wollt ich nicht
und unser Leben
auseinander bricht.

Bitte bleib bei mir,
auch wenn wir uns streiten,
denn in meinem Herzen
wirst du immer bleiben.

Wahre Freundschaft
ist kein Spiel,
für mich ist sie alles
und zählt sehr sehr viel.